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Meine kleine, blaue Welt

Liebe WoW-Freunde!

Bevor ihr mich zum 200sten Mal fragt, wann ich mich endlich anmelde und mitspiele. bitte ich folgendes zu beachten: Mein Zeitplan ist sehr ausgefüllt. Ich kann keine Instanzen mit euch zocken. Warum? Beispiel heute:

Grade erst war ich in den erleuchteten Hallen des REWE um mir etwas Tabak der Jakordia zu farmen. Nun werde ich mit meiner Level 70 Stopfmaschine mehrere Nikotin-Rauchwaren erschaffen, um dann meine Fähigkeit 'rauchen gehen' zu skillen. Wenn die dann highgeskillt ist, werde ich mit einigen Twinks von meinen Gildenmitgliedern die Instanz 'Zum Bautzener Tor' betreten, wo ich die bösen Feinde alias 'Stammkundschaft' mittels des Zaubers 'Mass Helles bestellen' auf meine Seite ziehen kann. Danach folgt der recht langweilige Kampf gegen den Boss 'Suff', der allerdings mit seinem Level 10 Delirium nichts gegen meine Level 200 Kampfleber ausrichten kann, weswegen ich ihn voll pwnen werde. Danach wechsele ich den realm auf 'Real-Life', wo ihr ja leider keine Twings habt.

Ihr seht: Es ist für mich völlig unmöglich, angesiochts der Umstände auf eurem Realm mit euch zu spielen.


Viel Spass noch wünscht

Alex

9.1.09 20:38


Werbung


Mc Donald is(s)t gesund!!!

Jaja, schon ein bisschen älter, ich will ihn euch trotzdem nicht vorenthalten:

 

Leipzig, an einem sonnigen Donnerstagabend: Eine gute Freundin und ich sind zum Kaffe verabredet. Dass heisst: Eigentlich bin ich zum Kaffee verabredet, sie trinkt irgendwas unaussprechliches - wahrscheinlich entkoffeiniert ohne Zucker und mit extra Milch - Kaffee 2.0 sozusagen, aber... naja... egal... ich schweife schon wieder ab.

Nachdem wir uns über die aktuellsten Ereignisse in Freundeskreis und Verwandschaft ausgetauscht haben, beginnt eine 'lebhafte' Diskussion über Werbung. Im Focus diesesmal: TV-Werbung.

Besser gesagt: McDonald's (ja, ich schreibe auch in einem Blog noch McDonald's, weil es mir auf die Nerven geht, dass man nicht mal mehr Firmennamen nennen darf, wenn man über sie herzieht!). 'Der McDonalds-Salat ist wirklich frisch'. 'Aha'. 'Zumindest ist die Werbung dazu gut gemacht. Die mit den Frischetestern.' Nun muss über meine Fernsehgewohnheiten gesagt sein: Zur WM und zur Champions League schaue ich mal andere Sender, sonst ist mein Fernseher auf Phoenix, Arte und ZDF-Info geeicht. Ich fühle mich also nicht schuldig dabei, diese Werbung, die augenscheinlich vornehmend auf 'In-Sendern' läuft, nicht zu kennen. Fehleinschätzung! Mein leicht fragender Gesichtsausdruck wird mit einer bohrenden, nie ausgesprochenen Schuldzuweisung via hochgezogener Augenbraue gekontert. 'Wie, du kennst die neue McDonald's-Werbung nicht?'. Nein, ich kenne sie nicht. Ich sitze in neinem Straßencafe, ich werde sie jetzt auch nicht kennenlernen. Themenwechsel. Widerwillen, ihrerseits. Aber Themenwechsel.

Nun ja, so ein bisschen Intresse ist ja doch geweckt. Zuhause angekommen beginne ich im Netz zu suchen. 'McDonald's Werbung Frischetester'. 'Auf gut Glück' und ab dafür. Keine Treffer, die direkt zum Clip führen. Selbe Suchbegrgiffe bei youtube. Keine interessanten Treffer. Hallo, wie 2.0 kann eine Werbung sein, wenn man auf die HERSTELLERSEITE gehen muss, um sie anzuschauen???

Egal, mcdonalds.de, ich hab sie. Buffern. Und ab. Ich beginne mich zu fragen, ob ich heute abend aus purem Protest bei Burger King esse. In den ersten paar Sekunden erfährt man etwas von einer Maike, die einen Tag lang mit einem McDonald's-Laster durch die Welt gefahren ist. Katjes hat wenigstens Heidi Klum. Aber dann: Ein Schlag! 'Der Salat bei McDonald's ist wirklich frisch!'. Wow! Heidi Klum versucht mir seit zwei Jahren zu erzählen, dass in Joghurt Gums kein Fett drinnen ist. Ich habe während meiner Katjes-Diät trotzdem 14 Kilo zugenommen. Aber es ist wenigstens Heidi Klum. Dringend nachbessern, McDonald's!

Dann sieht man, wie der Salat geernet wird. Natürlich, per Hand. Irgendwo hinter Finnland muss es riesige landwirtschaftlich nutzbare Gebiete geben, in denen zig Millionen Menschen, die ihr Leben der Verbesserung der Salatqualität bei McDonald's verschrieben haben, freiwillig und ohne Lohn Salat für alle gefühlten 3*10^24 McDonald's-Fillialen der Welt stechen. Bevor ich etwas von polnischen Spargelste... pardon... osteuropäischen Hilfskräften in der gesammteuropäischen Landschaft tippen kann, hat mein Rechner weitergebuffert. Dann wird der Salat gewaschen. Klar, per Hand. Mit Wasser. Die hinterfinnischen Gutmenschen versuchen in 10 Sekunden per Hand mit klarem Wasser das abzuwaschen, was monatelang maschinell auf die Salatköpfe gesprüht wurde. Gutmenschen eben. Dann in den Kühllaster und direkt serviert. Das ist ja wirklich mal frisch.

Stop! Ich habe dir Probe auf's Exempel gemacht! Alles Lüge! Ich habe mit bei McDonald's einen Salat bestellt, bin aus dem Laden gerannt, und da führ kein Kühllaster fort. Egal. Mittlerweile sind die letzten paar Sekunden eingebuffert. 'Frischer ist es zuhause auch nicht!', erfährt man da. Aha. Und was lernen wir daraus? Halb Polen arbeitet hinter Finnland, McDonald's-Kühllaster haben Tarnschilder und in Maikes Kühlschrank wird künstliches Leben gezüchtet. Und sowas läuft vor 22 Uhr im deutschen Fernsehen...

 

 

9.1.09 20:35


Einkaufen für Fortgeschrittene

Einkaufen kann richtig Spass machen! Ja! Und wie? Wenn man dabei so geniale Stories erlebt, wie ich grade.

 

Also: Ich war grade einkaufen (Mach Sachen...). Das Wochenende war lang, der Kühlschrank leer, die Folgerung logisch. 'N paar Bier, Brot, Wurst, Käse, das billigste jeweils - studentisch eben. An der Kasse war 'ne ziemlich lange Schlange (was daran liegen hätte können, dass zur Hauptgeschäftszeit nur eine Kasse geöffnet war - seis drum...). Ich stelle mich also an...

 

Dann: Hinter mir erscheint DIE klassische Bonzenomi. Ihr kennt das: Locker 70, fühlt sich aber - dank eines Tiefladers voller Schminke - wie 27, und sieht in Wirklichkeit aus, als wäre eine Nivea-Fabrik explodiert. Zahlt die 8,76€ für ihr Biogemüse ('Mein Biohändler ist grade zum Joga in Tibet und mein Buttler hatte einen Bandscheibenvorfall...') mindestens mit 'nem 50ger, auch gerne mit 'nem 100ter oder 200ter, wenn nicht DIE Frage kommt: 'Sie nehmen auch Kreditkarten?' (Zu beachten ist die grammatisch falsche Verwendung des Aussagesatzes als Fragesatz, um ein 'Ja' als Antwort zwar nicht direkt zu implizieren, aber doch mindestens klarzustellen, das bei einer Verneinung eine grobe Fahrlässigkeit der Kassiererin vorliegt.) Und dann kommt die goldene American Express. Egal, ihr kennt das.

Wie gesagt, es war eine ziemlich lange Schlage, Tante Marktleiterin hat grade via Kaufhauslautsprecher eine zweite Tante Kassiererin geordert (und damit wenigstens für kurze Zeit die grässliche 'Musik' von... keine Ahnung... irgendwelche Schwuchteln, die ihre Lippen zum Band bewegen und dabei sinnlos rumspacken... unterbunden) und Bonzenomi ist ganz schlau und stellt sich schon mal an die andere offene kasse (wo keine Tante brinnensitzt, aber die kommt ja gleich).

 

Nun ging das Spektakel eine ganze Weile weiter, Bonzenomi schaut sich die leute an, die für Bonzenopi arbeiten und ihm so den dreizehnten 750i ermöglichen, aber keine Tante kassiererin kommt. Ich war schon relativ dicht an der Kasse, noch ein (ebenfalls älteres) Ehepaar vor mir (aber die schauten eher aus, als hätte Opi das ganze Leben auf dem Bau geschuftet und Omi wäre Erzieherin im Kinderhort gewesen). Mein Einkauf liegt also auf dem Band, Bonzenomi sieht das und setzt den arrogantesten Blick auf, den man sich vorstellen kann. Ich muss greinsen, weil schneller als ich war sie ja scheinbar doch nicht. Ich bin dran, bezahle, schieb meinen Wagen von der kasse weg, beginne mit der Verladung der erworbenen Güter in meinen Rucksack.

 

Nun muss man dazu erwähnen, dass sich hinter Bonzenomi auch schon eine ziemlich lange Schlange gebildet hat. Und - ich bekomme es erst nur im Augenwinkel mit - die zweite Tante Kassiererin kommt - geht aber an eine andere Kasse! Natürlich geht jeder aus der Schlange hinter der Bonzenomi zu der Kasse von der zweiten Tante kassiererin, auch die Bonzenomi. Und, wie es das LIFO-Prinzip nun mal vorschreibt, sie steht ganz hinten. Hinter zwei Studenen (?) mit je drei Flaschen Bier, 'ner Mutti, die grade den Wocheneinkauf tätigt und 'nem Opa, der heute anscheinen Grillen will.

 

Es gehörte zu den geilsten Freuden meines Lebens, mich dann direkt draussen vor den Konsum zu setzen und mir erstmal ein grade erworbenes 5,0 einzuverleiben. Und zu waren, bis die Bonzenomi kommt. Sie brauchte 22:31 Minuten...

 

Den Blick, als ich ihr dann wank, hättet ihr sehen sollen...

19.5.08 17:07


Der kleine, traurige Blubb

Nunu, meine Freunde, cheute ich habe wieder ein malenki Geschichte fir eich, diesmal wo chat erzählt moi Drug Iwan Iwanowisch als wir chaben gedrinkt Vodka wo wir gewesen Soldat in grosses Armee von glorreiches Mitterchen Russland in Sibirien.

Angefangen alles chat nach grosses Sieg von glorreiches Armee von grosses Mitterchen Russland gegen böses viertes (JA, VIERTES!!!) Reich von Nemez, wo wir chaben geschenkt gemacht Berlin grosses Väterchen Stalin Berlin zu erste Mai. Aber als wir chaben befreit von böses Faschistnik, dummes Volk von Deusland chat angefange zu werden wie dekadenter Kapitalisnik aus böses, imperialistisches Amerika. Angefangen nix mehr zu cheren Katjuschka, aber zu cheren Musik von dekadente Boyband wo alle gemacht ganz traurig. Chaben alle angefange zu weine und sich Haare in Gesicht zu kämme, jetzt alle Emo. Deusland geworde wie Amerika, nur Geld, Geld, Geld und Emo.

- Nunu, so liesst sich zumindest EINE Version der Story. Es gibt aber noch weitere Erklärungsversuche für die Entstehung von Emos. Eine weiter ist, das sich ein nicht namentlich erwähnenswerter (Schleichwerbung - ich arbeite zwar nicht beim ZDF, aber ich will da auch nicht rausfliegen) Haargel-Produzent mit einem wiederrum nicht namentlich erwähnenswerten Kosmetik-Produzent zusammen getan hat um für viel Geld Werbung zu machen, ja, einen neuen Trend zu kreieren (oder dachtet ihr, Punks bräuchten Haarlack, der Wasserfest ist?!?)
Sie bestachen einige Talentfreie Nachwuchsbands mit Plattenverträgen, damit sie in ihren Liedern nur noch heulen, steckten jede Menge Geld in Musikvideos und herrausgekommen ist eine ganze Generation von traurigen Hilfspoeten, die zwar keinen erkennbaren Sinn, Stil oder um es auch ein Wort zu bringen: Daseinsberechtigung haben, dafür fleißig Haargel zum Haar ins Gesicht gelen, Haarfarbe zum Haare vorher schwarz färben und Kajal (oder wie auch immer das heisst) zu Tränen nachziehen kaufen.

Aber Alex wäre nicht Alex, wenn er das nicht alles nachrecherchiert hätte. Die wahre Geschichte geht nämlich so:

Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren, als die Männer noch Männer und die Frauen noch zu Hause waren (meine Bewerbung für den Eva-Hermann-Preis läuft), als die coolen Kinder noch im Höhleneigenen Sandkasten dicke, dummeBrillenkinder verkloppten und später mal Homo Sapiens Sapiens wurden und die dicken, dummen Brillenkinder im von Aggro-Ökos organisierten Waldorfkindergarten mit Dipl.-Pädagogin Lego-Mammuts nachtanzten und später einmal Soziologen
wurden, zu dieser wunderschönen Zeit also gab es ein Kind namens Blub, das war anders.

Es hatte die tollesten Steinzeitspielsachen und viele bunte Smaaties und jedes coole Kindergarten Kind kam direkt nach dem Prä-Soziologen verkloppen zu ihm und wollte mit ihm spielen (obwohl Blub eigentlich total dumm und scheisse war, aber er hatte eben die tollsten Steinzeitspielsachen und viele bunte Smaaties). Aber er wollte nicht mehr mit den ganzen, coolen Kindern spielen, er wollte lieber mit den dicken, dummen Supernannykindern spielen, weil es ihm total weh tat,
das die immer verkloppt wurden. Und deswegen verbot Blub den coolen Steinzeitkids mit ihm zu spielen. Und weil ein ganzer Teil von den coolen Steinzeitmetalkids nur Mitläufer waren, hörten sie auf, die Nachwuchsinformatikstudentererzeuger zu verkloppen und gingen mit Blub und den ganzen Smaaties in den Waldorfkindergarten.

Weil vorm Waldorfkindergarten aber die ganzen coolen Steinzeitchecker, die schon an den Klingelhinkelstein kamen, warteten
und sie daran vorbei mussten, kackten sie sich so sehr in die Hosen, das die ganzen, vielen, bunten Smaaties zerliefen. Und als sie das im Waldorfkindergarten bemerkten, fingen sie so schrecklich an mit heulen, das Katja S., besser bekannt als Supernanny (die sich jetzt bei Hardcoresendern Medienprostituieren muss), ihnen vorschlug,
für die ganzen, vielen, nicht mehr bunten Smaaties Lieder und Gedichte zu schreiben. Und das taten sie dann auch.
Und manche Lieder und Gedichte waren so traurig, das die Prä-Emos wieder heulen mussten, udn dann entwickelte sich daraus ein Teufelskreis. Nur wenige schafften den Absprung. Einige beispielsweise verpfändeten auf der Suche nach Drogen ihr Hirn und wurden Hip-Hopper, andere verloren ihr Hirn wiederrum, weil sie die Drogen gefunden hatten und wurden Technoten. Wieder andere fanden nach einem wilden Ritt auf einem Säbelzahntiger eine Flasche Jägermeister und wurden zum Homo Thuringis. Aber die Emos, blieben, was sie waren. Kleine, traurige Blubs, die heulen, weil sie sich vor Metalern in die Hose scheissen...

PS: Vier von den Smaaties haben überlebt. Heute nennen sie sich Tokio Hotel...

28.12.07 14:21


Neulich, Spätshop...

So, bei aller allgemeiner Belustigung, JETZT wird es Zeit, das auch mal ein ernstes Problem Einzug in die goldenen virtuellen Hallen meiner geistigen Schöpfungskraft hält (Lemminge – bäh...): HIPHOPPER!!!


Neulich, Spätshop

Ich hab mir grade fünf Sternis geholt, soll nen chilliger Abend werden, nicht zu lang halt...

Ich war grade am bezahlen, das seh ich sie neben mir: Zwei Hiphopp, geschätze Dreizehn, verzweifelt auf der Suche nach Clerasil und – heute abend sind sie mal cool – beide ne 0,33ger (Ein-Schluck-)Flasche Beck's Gold in der Hand (Ey, heut sauf ick mich ma voll dicht, alta!). Der Durchschnitts-IQ im Raum sinkt auf Bodenfrosttemperatur, mein gefühlter liegt bei 400, als diese beiden Vollpfosten ihre Hängehosen samt Restkörperhaltung zu mir drehen – aber nein, als wäre ein purer Blick nicht Selbstüberschätzung genug, fängt der eine auch noch an zu reden: 'Ey alta, so ne grütze kann man doch nich saufen, kauf dir ma richtges BIER!'

Bitte, WAS? Auch, wenn man übersehen KÖNNTE, das das grade jemand sagt, der ein BECK'S GOLD in der Hand hat – glaubt mir, in solchen Momenten wünscht man sich nichts mehr, als das diese beiden kratergesichtigen Nachwuchshobbits vom kosmischen Todesriff aus dem Laden gefegt werden, wo sie sich dann drei Stunden Axle Rose's gekreische bei Knocking on Heavens Door anhören müssen, bis sie vor lauter heulen dehydriert sind. Und dann kommt Lemmy... JEAH!

Aber nein, Mami hat einen ja gut erzogen, man entscheidet sich für die Royal-Taktik: Oberlippe steif, Blick in die Augen und drei Zentimeter vor ihrem in den Kniekehlen hängenden Körperschwerpunkt vorbeigehen...

Und dann, wenn man schon derart arrogant den Laden verlässt, in der sicheren Überzeugung, das die drei anwesenden mitt-11jährigen 'Gangstabräute' mit Blech in der Fresse und ner Frisur, die allein dem Friseur als Bescheinigung einer schweren Alkoholkrankheit dienen könnte, dann kommt natürlich noch das letzte Meisterstück: Grade hat der eine vor seinen Kindergartenschlampen seine Ehre mit dem Satz 'Ey, Spacko, Deine Muddah schwitzt beim kacken!' gerettet, da dreht man sich auf dem Hacken rum, Kaputze runter, Brille ab, Amre vom Körper verschränkt: 'Und du bist?'

'Ähmm, schon gut, alta, war nich so gemeint, ey, is schon gut, ey, isch hab kein Problem und so, weissu?'

'?!?'

'Ey, lass mach kein Stress machen un so, ey, wir wollen hier nur chillen un so, weissu?'

'Ahya'


Zu meiner grössten Freude und Belustigung hörte ich im Weggehen noch, wie der Ladeninhaber den Sonderschulkindern das Schild an der Ladentür vorlas: 'Der Konsum alkoholischer Getränke vor dem Spätshop ist verboten!'

'Okok, alta, wir gehen ja schon...'

Na, denkt man sich in solchen Momenten – sind die cool...

16.11.07 17:45


Die sieben Sternis-Taktik

Nunu, das Wochenende hat es wiedermal gezeigt: Vielzuviele Menschen geben vielzuviel Geld in Kneipen aus. Dabei wäre es so einfach. So einfach, das ich michb genötigt fühle, meine ultimative Anleitung zum Geld-sparen mal zu veröffentlichen. Voilá:

 

Nach temporärer Disposition der abendlichen Umtrunkstätigkeit im Kollektiv wird zum Zwecke der Kostenerspaniss ein Konsum-Lebensmittelmarkt aufgesucht. Hier werden unter Zuhilfenahme von Westgeld, namentlich 2,94 Euro sieben DDR-Premiumexportbiere der Marke Sternburg erworben. Danach begibt man sich zur Stärkung des Bruttoinlandsproduktes an die heimische Zigarettenstopfmaschine und entzieht der imperialistischen Tabakindustrie im Nicht-Sozialisitischen Wirtschaftsgebiet somit die Lebensgrundlage. Nach Sicherstellung der persönlichen Tabakversorgung wird sich die erste und zweite Flasche Sternburg Export einverleibt. Ca. eine Stunde vor der Fälligkeit des aktuell vereinbarten Plantermins zur Kollektivbesprechung in kulturvollem Ambiente wird bezüglich des Erreichens der jeweiligen öffentlichen Personennahverkehrshaltestelle eine erhöhte Achtung an den Tag gelegt, welche zur unverzüglichen Inmarschsetzung zur selbigen führt. Hier überbrücke man einen etwaigen Überplanbestand an Arbeitszeit bis zum Eintreffen der Beförderungsmöglichkeit mit der Öffnung der dritten Flasche und unverzüglichem Beginn der Leerung selbiger. Auch in der Bahn ist – unter Geringhaltung der Ausschussquote – für die zeitnahe Überführung von zwei weiteren Bieren in den Leerzustand zu sorgen. Nach Eintreffen am Einsatzort wird zur genauen Feststellung der Lokalität eine Produktionsbesprechung des Kollektivs angesetzt, in welcher das kulturvolle Ansinnen des Programms durch Konsum einer der mitgebrachten Zigaretten und eines weiteren Sternburg Exports zu gewährleisten ist. Die nunmehr letzte Flasche wird Stärkung der Truppe auf dem Marsch zum jeweiligen Einsatzort eingenommen.


Achtung: Nicht ist diese Taktik bei akutem Unwohlsein sowie dann einzusetzen, wenn schon vor Beginn der Ausführungsphase erhöhter Alkoholpegel festgestellt werden kann. In manchen Fällen kann aber die Hinzunahme eines schnellwirklenden Destillats, welches zum Beispiel der im Volksmund ‚Pfeffi’ genannte Pfefferminzschnapps sein kann, die Erreichung des in diesem Fall gewünschten Zustands des Deliriums beschleunigen. Dies ist vor allem nach der Bekanntgabe schlechter Prüfungsergebnisse und nach persönlichen Niederlagen im Allseitigen Kampf für die Neuerermethoden mit erhöhter Absoluter Wahrscheinlichkeit der Fall. Niemals sollte die Sieben-Sternis-Taktik im Falle eines erhöhten sozialen Interesses an der Schaffung eines Nachwuchs-Produktions-Kollektivs angewendet werden. Die Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens des daraus resultierenden Gesellschaftsexperiments ist eher als gering einzustufen und erhält im Weltmaßstab die für sozialistische Friedensproduktion nicht ausreichende Einschätzung ‚Q’.

Auf Herz und Nieren geprüft und für gut befunden. Und wer jetzt meckert, das man da auch einfach und in normalem Deutsch in vier Zeilen hätte hinschreiben können, tja, der meckert eben. Dafür isses mein Blog.

PS: Wer kein Sterni oder keinen Pfeffi mag, kann natürlich auch sämtliche anderen Biere/ Schnäpse verwenden. Aber mit Pfeffi in der Hand und nem Sterni in jeder Arschtasche schauts immernoch am Besten aus...

21.10.07 11:22


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