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Die BOMBE!!!

Ausnahmsweise auch mal was Ernsthaftes (Ja, Schaari, wirklich ernsthaft, nich bloss wirklich passiert - obwohl, das leider auch): Als der Autor diese Zeilen schrieb, war er wieder stark genug zum tippen. Vorher ging das eine ganze Weile nicht. Warum? Nun ja, ich hatte einen wichtigen Termin. Sollte 16 Uhr einen Bekannten dazu abholen. Wiedermal das allseits bekannte Phänomen: 16.05 bemerkt man, dass man eigentlich schon da sein sollte. Man raucht noch eine, macht sich langsam auf den Weg, wartet auf die Straba, setzt sich rein. Gedankenverloren. Ihr kennt diese Viererdinger, wo sich vier Leute setzen und sich trotzdem angucken können. Da saß ich. Bahn ziemlich voll. Omas stehen. Ich alleine auf einem Vierer. Mir Bockwurst, neben mir ist ja noch Platz. Und wenn die so arrogant sind, sich nicht neben mich zu setzen, bin ich so assozial, nicht aufzustehen. Egal. Eine Station weiter: Ein Mädel betritt die Bahn, erst sehe ich sie nur im Augenwinkel (weil Blick nach draussen). Dann der Fehler: Sie setzt sich auf den Platz genau mir gegenüber, vielleicht 80 cm von mir entfernt. Das Problem: Dieses Mädel war die BOMBE!!! Rote Haare. 90-60-90. Sommersprossen. Zuckersüß. Nein. Zuckertortensüß. Nein. Zuckertorte mit Caramell-Süß. Ihr merkt, das ist nicht mein Gebiet. Ich esse nicht so gerne süßes Zeug. Aber süß wie ein Schweinsbraten klingt scheisse. Verflucht, ich würde 'ne kostenlose, lebenslange Bierflatrate gegen die eintauschen. Ok, nicht angucken, Alex. Jeder Kerl weiss, dass das nicht geht. Die wird das schon nicht bemerken. Jeder Kerl weiss, das sie es natürlich bemerkt. Jetzt bloss cool bleiben. Leider hat Gott das 'Cool-bleiben in solchen Situationen' aus dem Genpool des Mannes entfernt. Beine zusammen, vorbeugen. Leicht, um ihr nicht zu Nahe zu kommen. Aber bitteschön so weit, dass keiner merkt, das man eine Latte hat, mit dem man 'nen Nagel in eine Stahlbetonwand kloppen könnte. Tommy Jaud wird mir verzeihen, aber es ist ein Irrtum, das in solchen Situationen mit 1000 Punkte Leuchtschrift das Wort 'Ficken' auf der Stirn steht. Geht gar nicht. Das ganze Blut wird schließlich grade mit Pumpleistungen, die sonst nur Ölfördertürme schaffen, in den Unterleib gepumpt. Um zwar nicht zum 100 m-Sprinten. Termin, Bekannter: Bockwurst. In zwei Stationen muss ich raus: Wie denn? Gehen unmöglich. Handy klingelt. Glücklicherweise ist der Vibra an und durch die erhöhte Sensibilität der Unter-der-Gürtellinie-Region krieg ich es mit. Deswegen haben Kerle ihr Handy in der Hosentasche. Aber was machen Frauen dann mit ihren Handtaschen? Egal. Bekannter dran. 'Wo bist du?' 'Hauptbahnhof' 'Dann warte da, ich komme hin' Im Nachhinein muss ich feststellen, dass es sich sehr schlecht spricht, wenn man nichtmal mehr die Spucke zum sabbern hat. Vorteilhaft. Sonst hätte ich jetzt wohl schon die ganze Bahn geflutet. Ich beende das Gespräch mit einem 'Ja'. Da die Kapazitäten meines Körpers aber grade definitiv nicht im Sprachzentrum der Hirns liegen, verschwindet da 'J' im präsexuellen Nirvana. Dürfte also mehr wie ein 'A' geklungen haben. Wie ein Baby. Ein großes, schweres Baby mit Kampfstiefeln, Dynamo-Schaal, Lederjacke und Kaputze auf dem Kopf. Wäre die Kleine Soziologie-Studentin, sie könnte ihr Doktorarbeit drüber schreiben, warum Männer in ihrer Gegenwart zu Dadaistischen Wortfetzen neigen. Die Welt ist ungerecht. Männer sollen das starke Geschlecht sein und ein Mädel reicht um uns zurück in die kognitive Steinzeit zu schicken. Reizüberflutung. Totale Lähmung. Ich sitze da wie ein Teletubbie in Stalingrad. Glücklicherweise musste sie auch am Hauptbahnhof raus. Als ich wieder halbwegs klar denken kann, ist sie natürlich weg. Keine Ahnung wohin. Mein Bekannter begrüßt mich. Wir sind spät dran. Aber an irgendwas von dem Termin errinnern werde ich mich sowieso nicht können...
9.1.09 20:40
 


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