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Einkaufen für Fortgeschrittene

Einkaufen kann richtig Spass machen! Ja! Und wie? Wenn man dabei so geniale Stories erlebt, wie ich grade.

 

Also: Ich war grade einkaufen (Mach Sachen...). Das Wochenende war lang, der Kühlschrank leer, die Folgerung logisch. 'N paar Bier, Brot, Wurst, Käse, das billigste jeweils - studentisch eben. An der Kasse war 'ne ziemlich lange Schlange (was daran liegen hätte können, dass zur Hauptgeschäftszeit nur eine Kasse geöffnet war - seis drum...). Ich stelle mich also an...

 

Dann: Hinter mir erscheint DIE klassische Bonzenomi. Ihr kennt das: Locker 70, fühlt sich aber - dank eines Tiefladers voller Schminke - wie 27, und sieht in Wirklichkeit aus, als wäre eine Nivea-Fabrik explodiert. Zahlt die 8,76€ für ihr Biogemüse ('Mein Biohändler ist grade zum Joga in Tibet und mein Buttler hatte einen Bandscheibenvorfall...') mindestens mit 'nem 50ger, auch gerne mit 'nem 100ter oder 200ter, wenn nicht DIE Frage kommt: 'Sie nehmen auch Kreditkarten?' (Zu beachten ist die grammatisch falsche Verwendung des Aussagesatzes als Fragesatz, um ein 'Ja' als Antwort zwar nicht direkt zu implizieren, aber doch mindestens klarzustellen, das bei einer Verneinung eine grobe Fahrlässigkeit der Kassiererin vorliegt.) Und dann kommt die goldene American Express. Egal, ihr kennt das.

Wie gesagt, es war eine ziemlich lange Schlage, Tante Marktleiterin hat grade via Kaufhauslautsprecher eine zweite Tante Kassiererin geordert (und damit wenigstens für kurze Zeit die grässliche 'Musik' von... keine Ahnung... irgendwelche Schwuchteln, die ihre Lippen zum Band bewegen und dabei sinnlos rumspacken... unterbunden) und Bonzenomi ist ganz schlau und stellt sich schon mal an die andere offene kasse (wo keine Tante brinnensitzt, aber die kommt ja gleich).

 

Nun ging das Spektakel eine ganze Weile weiter, Bonzenomi schaut sich die leute an, die für Bonzenopi arbeiten und ihm so den dreizehnten 750i ermöglichen, aber keine Tante kassiererin kommt. Ich war schon relativ dicht an der Kasse, noch ein (ebenfalls älteres) Ehepaar vor mir (aber die schauten eher aus, als hätte Opi das ganze Leben auf dem Bau geschuftet und Omi wäre Erzieherin im Kinderhort gewesen). Mein Einkauf liegt also auf dem Band, Bonzenomi sieht das und setzt den arrogantesten Blick auf, den man sich vorstellen kann. Ich muss greinsen, weil schneller als ich war sie ja scheinbar doch nicht. Ich bin dran, bezahle, schieb meinen Wagen von der kasse weg, beginne mit der Verladung der erworbenen Güter in meinen Rucksack.

 

Nun muss man dazu erwähnen, dass sich hinter Bonzenomi auch schon eine ziemlich lange Schlange gebildet hat. Und - ich bekomme es erst nur im Augenwinkel mit - die zweite Tante Kassiererin kommt - geht aber an eine andere Kasse! Natürlich geht jeder aus der Schlange hinter der Bonzenomi zu der Kasse von der zweiten Tante kassiererin, auch die Bonzenomi. Und, wie es das LIFO-Prinzip nun mal vorschreibt, sie steht ganz hinten. Hinter zwei Studenen (?) mit je drei Flaschen Bier, 'ner Mutti, die grade den Wocheneinkauf tätigt und 'nem Opa, der heute anscheinen Grillen will.

 

Es gehörte zu den geilsten Freuden meines Lebens, mich dann direkt draussen vor den Konsum zu setzen und mir erstmal ein grade erworbenes 5,0 einzuverleiben. Und zu waren, bis die Bonzenomi kommt. Sie brauchte 22:31 Minuten...

 

Den Blick, als ich ihr dann wank, hättet ihr sehen sollen...

19.5.08 17:07
 


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