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wenn kekse kochen

Nunu, nach dieser ja doch eher längeren blog-abstinenz hat sich ein problem herrauskristalisiert, wenn nicht gar herrausdiamantisiert, welches dringlichst einer zeitnahen, polulärwissenschaftlichen analyse unter zuhilfenahme meines grandios überhöhten halbwissens bedarf:

wenn kekse kochen

'ZU VIEL SALZ!' hallt es durch die zuckerbäckerei. Tjaja, wir wie wissen, ist der keks an sich zwar doch wohlgeniesbar, aber wenn er zum salzgebäck wird...

nicht mal die zeitweise metamorphose des kekses an sich zum sauerteig kann die soziologische katastrophe simulieren, die dieses ereigniss auslöst, und uch der ganzen alten meister katharsis wirkt geläutert gegen...

'zu viel salz!!!'

jaja, ich mach ja schon. alte griechen hin, alte griechen her, det zeuch is versalzen...

das es zu viele köche gewesen wäre kann man ja, da es den keks an sich ja nur einmal gibt (zum glück! - untersteh dich, ahmadinedschad!!!) wohl ausschliessen...

und das der keks zuviel an sein buttercremetörtchen gedacht hat wohl auch...

'zu viel salz!!!'

jaja, bissi rumlabern muss sein...

was nun, fragt sich der geneigte leser, wie der ungeneigte, der, ob seines aufrechten zustandes, das ganze ausmaß des dilemmas überblickt. Die früchte harter arbeit versalzen, der keks wird krümeliger, zu retten ist hier nichts mehr. Doch halt! Wer sagt das? Genauso, wie die meisterköche von lindt bei zu herber kakaomischung einfach noch etwas mehr nestle-kakaoimmitat mit 97% fett (auf der packung steht 0,97 – ansichtssache) auf die super-premium-deluxe-weihnachtspralinen streun und einfach drei millionen mehr für den werbespot ausgeben, genauso findet auch hier der schlitzohrige ökonom von nebenan (wie, sie dachten, ihre zeitung habe keinen wirtschaftsteil?) eine pfiffige lösung.

'salz ist das schwarz von morgen' liesst man dann in modemagazinen, in wie vielen sinnfreien werbespots noch sinn- (und gehirn-)freiere, aber attraktive mittdreissiger mit ihren ebenso sinn-, gehirn- und vor allem aussagefreien 'ich-ess-jeden-tag-bei-mcdonalds-und-bin-trotzdem-schlank-wie-ein-topmodel-und-das-nur-weil-ich-diese-dollen-kotzpillen-nehm'-kindern salz kaufen gehen, können nur die besten hochleistungsrechner gemeinsam ermitteln (geschätzt: irgendwas mit *10^4742363726467924592) und die verhandlungen mit calgon um die übernahme des slogans 'dann klappts auch mit dem nachbarn' laufen glaube ich bereits (und der große goethe wird vom himmel steigen um mich zu ohrfeigen, weil ich es geschafft hab, im open office mit times new roman schriftgröße 12 sieben zeilen mit einem satz zu füllen) – jetzt sinds neun, ällabätsch!

Und so wird auch diese kriese gemeistert, dank der wirtschaftsWISSENSCHAFT (pfui! - ich muss ide so nennen, sonst passts nich innen kontex).

Und unser keks? Der hat das zeug übellaunig und mit magenverstimmung doch gegessen, in ermangelung von alternativen – und dabei gar nicht gemerkt, welch kulinarische köstlichkeit er sich hat entgehen lassen, hätte er nur einige monate später mal kurz werbung geschaut...

9.11.07 16:46
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dino (16.11.07 17:13)
Es liegt hier eine eindeutige Diskriminierung einer seltenen Minderheit vor

Der Keks an sich, eine besondere Lebensform, sollte nich in seiner Existenz bedroht werden.

Sprüche wie "Wer in der Keksdose sitzt ..." sind nich gerade erbaulich und fügen dem Wesen wohl eher einen erheblichen emotionalen Stich, wenn nich sogar Hieb zu.

Es ist hart, für Leute wie mich, das mit anzusehen, wie ein Keks versucht mit dieser Situation um zu gehen. Oft kommt er spät in der Nacht zu mir un weint sich aus. Natürlich spende ich ihm Trost und erhöre sein Wehklagen. Ich finde es nicht fair, es sind nur wenige Kekse auf dieser Welt und er ist seiner Umgebung wohl der einzigste, da sich diese "Wesen" schon auf große Entfernung spüren

Nehmt es als Hinweis, ich will nich böse sein, Kekse sind seltsam, ich gebe es zu, aber wenn man versucht sie zu verstehen, wird man bemerken, dass es ein wunderbares Auskommen mit ihnen gibt

Mit freundlichen Grüßen
Ein Dino

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